Abschnitt I
Wir verstehen uns als einladende Gemeinde
Durch unsere Gemeindearbeit sollen Menschen eingeladen werden, den Glauben als Hilfe für ihr Leben zu erfahren. Wir verstehen Glaubenshilfe und Lebenshilfe als Einheit. Das heißt für uns:
- Wir wollen missionarische und sozial-diakonische Gemeinde sein. Lebenshilfe hat nicht nur einen individuellen Aspekt.
- Deshalb wollen wir auch unsere politische und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Glaubenshilfe geschieht nicht nur punktuell durch Verkündigung des Evangeliums, sondern auch durch kontinuierliche vertiefende Unterweisung.
- Wir wollen darum auch unserer pädagogischen Verantwortung gerecht werden.
Missionarische Verantwortung
- „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2, 4).
- Wir wünschen uns, dass die Menschen in unserem Stadtteil Gott und den Glauben an ihn kennen lernen. Das bedeutet:
- Wir wollen verstärkt auf Menschen zugehen (durch Besuchsdienst, Straßenaktionen etc.) und nicht warten, bis sie zu uns kommen.
- Wir wollen durch lebendige und phantasievolle Gottesdienste Menschen für den Glauben begeistern.
- Wir bemühen uns als Gemeinde, unseren Glauben konsequent und überzeugend zu leben.
- Wir wollen, dass Familien durch die Arbeit unserer Tageseinrichtungen für Kinder, die Familienarbeit und die Offene Jugendarbeit Zugang zur Gemeinde bekommen und das Gemeindeleben aktiv mitgestalten.
- Wir laden zu Festen und Feiern ein, durch die Menschen Gemeinschaft erleben und an die Gemeinde heran geführt werden.
- Wir wollen verstärkt die Zielgruppe der mittleren Generation und der Altersgruppe ab 55 Jahre (Netzwerkarbeit) in den Blick nehmen.
- Wir wollen die Arbeit der Frauenhilfe und des GAW-Frauenkreises unterstützen und darüber hinaus die Angebote für Frauen weiter ausbauen.
- Wir wollen die Angebote für Männer intensivieren.Wir öffnen unsere Gemeinderäume für „Außenstehende“.
- Wir bieten Raum für Interessengruppen und wollen den Kontakt zu ihnen pflegen.Wir wollen unsere Gemeinde und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Dies geschieht durch eine offensive qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit (Gemeindebrief, Internetseite, Pressearbeit, Werbematerialien, Open-Air-Veranstaltungen etc.).
Sozial-diakonische Verantwortung
- Jesus sagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Matthäus 19, 19).
- Wir wünschen uns, dass die Menschen in unserem Stadtteil qualifizierte Beratung und Hilfsangebote finden.
- Wir bieten Hilfen und Beratung an (Diakonischer Hilfsdienst, Offene und Aufsuchende Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Café-Arbeit etc.).
- Wir sind Teil der Diakonie in Düsseldorf und vermitteln deren Hilfe.Wir vermitteln Hilfe durch andere Organisationen und Einrichtungen (z.B. Pflegedienste, AWO, Caritas, Jugendamt, Soziale Dienste).
- Wir legen Wert auf die Durchführung von Freizeitmaßnahmen (für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren), die das Erleben von Gemeinschaft, persönlichen Gesprächen und Beratung ermöglichen.
- Wir wollen, dass in den Tageseinrichtungen für Kinder und in der Gruppenarbeit der Gemeinde sozial-diakonische Begleitung und Beratung stattfindet.
- Wir wollen ein Klima schaffen, dass die Integration von Menschen mit Behinderung fördert.Wir bieten Raum für Selbsthilfegruppen (z.B. Blaues Kreuz, NA-Gruppe).
Politisch-gesellschftliche Verantwortung
- Paulus sagt: „Euer Überfluß diene ihrem Mangel“ (2. Korinther 8, 14).
- Wir wünschen uns, dass in unserem Stadtteil Mauern zwischen Menschen abgebaut werden. Dabei liegen uns besonders arme und benachteiligte Menschen am Herzen.Wir beteiligen uns an Aktionen und Projekten.
- Wir nehmen Stellung zu gesellschaftspolitischen Veränderungen und Problemen.Wir reagieren zeitnah auf Ereignisse in unserem Stadtteil.
- Wir kooperieren mit dem sozialen Netzwerk der Stadt und halten Kontakt zu Institutionen und Vereinen im Stadtteil.
- Wir setzen uns für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ein (z.B. durch die Arbeit einer Friedensgruppe und eines Eine-Welt-Standes, durch die Beteiligung an der „Dekade zur Überwindung von Gewalt“, durch die Mitgliedschaft bei „Oikocredit-Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft“, der Kampagne „Erlaßjahr 2000“ und dem „Aktionsbündnis gegen AIDS“).
- Wir wollen das Gespräch mit Menschen nichtchristlichen Glaubens suchen und fördern.
Pädagogische Verantwortung
- Jesus sagt: „Lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“ (Matthäus 28, 20).
- Wir wünschen uns, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene in unserem Stadtteil die Grundlagen des christlichen Glaubens und christlicher Ethik kennenlernen.
- Wir wollen in unseren Tageseinrichtungen für Kinder, Kindergruppen, im Schul- und Kinder-Gottesdienst sowie auf Kinder-Bibeltagen und -Freizeiten Kindern das Kennenlernen von biblischen Geschichten ermöglichen.
- Wir legen Wert auf einen biblisch- und erlebnisorientierten Konfirmandenunterricht.
- Wir wollen, dass in unserer Jugendarbeit die sozialpädagogische Verantwortung mit der Vermittlung von Inhalten und Grundwerten christlichen Glaubens verknüpft wird. Dabei ist uns die Toleranz gegenüber der Einstellung Andersgläubiger wichtig.
- Wir wollen in Glaubenskursen und Gesprächsabenden für Erwachsene Informationen über die Grundlagen des christlichen Glaubens und Lebens vermitteln.