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Feste und Feiern

Aktuell

In der Gemeinde Eller wird gerne und viel gefeiert. Besondere Höhepunkte sind Sommerfeste an der Jakobuskirche und am Gemeindezentrum Schlossallee sowie Feste im Haus für Kinder Familie am Hackenbruch. Eine der größten Veranstaltungen der Gemeinde ist der zweitägige Basar an der Schlossallee, der immer am Volkstrauertagwochenende im November stattfindet.

„Jecke Bimmelbahn“ im Veedelszoch


Bei strahlendem Sonnenschein fuhr die Bimmelbahn der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Eller auf dem Veedelszoch in Eller. Eine buntkostümierte Gruppe von achtzig Kindern und Erwachsenen, die Hildegard van den Bogaard organisiert hatte, verbreitete mit lautem „Helau“ und „Kamelle“ närrischen Frohsinn entlang des Zugweges.

Eller, Sonntag, den 6. März 2011: Pünktlich um 14.11 Uhr gingen Raketen und Böllerschüsse in die Luft. Die Interessengemeinschaft Veedels-Zoch Eller e.V. gab das weithin sichtbare Startsignal für den karnevalistischen Freudenzug. „30 Jahre Trecke-Elleraner Jecke“ hieß das offizielle Motto dieses Jahres.

Und genau 31 Mottowagen und Einzelgruppen starteten von der Schlesischen Straße aus, wo alle Teilnehmer sich - wie auch in den vergangenen Jahren - bereits Stunden vorher aufgestellt und mit fetziger Musik eingestimmt hatten. Allen voran liefen dieses Jahr die Clowns der „IG Veedes-Zoch“ und die „Lucky Girls – Shear Leader Boston Club“, die mächtig die Stimmung anheizten. Der närrische Lindwurm führte über die Schlesische und die Gumbertstraße, vorbei an dem Rathaus-Eller mit der Ehrentribüne, über den Gertrudisplatz, mit den Elleraner Narrenmassen, und endete schließlich beim dem, wie jedes Jahr, wartenden Motorradpolizisten an der Vennhauser Allee. „Hallo Manfred“, wurde er von vielen Karnevalisten, nach gut einer Stunde Laufzeit begrüßt und verabschiedet.

Als Nummer 14 startete der vielrädrige Sympathieträger der evangelischen Kirchengemeinde in Düsseldorf-Eller, eine (Weihnachtsmarkt-) Bimmelbahn, mit dem unverkennbaren Konterfei einer Dampflokomotive mit zwei Anhängern. Die Kirchengemeinde hatte vor Jahren den zu einer Tenderlokomotive (Kohlenwagen bereits im Chassis) umgebauten Suzuki aus der Konkursmasse des „Freizeitparks Ratinger See“ gekauft. Die Bahn war damals in einem schlechten bemitleidenswertem Zustand. Die Vorbesitzer hatten den hohen Schornstein der Bimmelbahn abgesägt und die Bahn in einer feuchten Scheune eines Bauerhofes in Ratingen abgestellt. In mühe- und liebevoller Kleinarbeit setzten Mitarbeiter der Kirchengemeinde die Bahn wieder instand und hielten sie seither in Betrieb. Allen voran der Presbyter Uli Schmitz und Hartmut Griebel nahmen sich in der Vergangenheit dieser anspruchsvollen Aufgabe an. Seither fährt die Bimmelbahn auf allen Festen und Feiern in der Umgebung und verbreitet bei Alt und Jung als „Märklin XXL“ Freude und Wohlgefallen. So sind schon Besucher des Düsseldorfer Südfriedhofs wie auch Gäste der Kirchenbasare und Gemeindefeste der umliegenden Gemeinde in den Genuss dieser nostalgisch-romantischen Fahrgelegenheit gekommen. Dieses Jahr gab es denn wieder ein besonderes Ereignis: Die Elleraner-Bimmelbahn fuhr auf dem großen Rosenmontagszug in der Düsseldorfer Innenstadt als Nummer 22 mit.

Hildegard van den Bogaard hatte für die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Eller und die Kindergärten der DIAKONIE die Bimmelbahn mit einer Fußgruppe für den Veedelszoch am 6. März angemeldet und die bunte Gruppe der Gemeindeglieder und Kindergarteneltern organisiert. Mit 5 Euro pro Kind waren die Teilnehmer dabei. Der Handelsriese „Metro“ machte einen Sonder-Super-Karnevalspreis für Wurfmaterial und auch Elleraner Einzelhändler sponserten die jecke Gruppe. Von der Diakonie und der Kirchengemeinde gab es Fähnchen, Flugdrachen und Musik-CD.

In der von dem Presbyter Uwe van den Bogaard gefahrenden Bimmelbahn saßen circa zwanzig kunterbunt-kostümierten Kinder. Versehen mit diversem Wurfmaterial, das immer wieder eilfertige Eltern aus dem Bagagewagen (Kerstin Pech) nachfüllten, warfen die Prinzessinnen, Cowboys, Hexen, Clowns und allerlein Klein- und Großvieh aus vollen Händen die „Kamelle“ dem jubelnden Karnevalsvolk am Straßenrand zu.

Vor der S-Bahnunterführung mitten in Eller verengten die närrischen Menschenmassen den Zugweg und begrüßten den Bimmelbahn-Zug mit lauten „Helau-“ und Kamellerufen“. Kurz vor dem Gertrudisplatz zog Uwe van den Bogaard an dem Seil, das die „Bimmel“ (eine kleine Schiffsglocke) hielt, und ließ den charakteristischen Klang der nach ihr benannten Bahn erklingen.

Nach der S-Kurve um St. Gertrud ging es an der Narrentraube vor der Fuchsjagd geradewegs vorbei zurück zur Kirche, von wo die Bahn um 11.00 Uhr gestartet war. Die gemeindlichen Jecken stellten die Bahn wieder im Wendehammer hinter der Schlosskirche ab und feierten im Foyer des Gemeindesaales noch mit Getränken und reichlichem Essen zum Selbstkostenpreis weiter. Die Kinder spielten auf der Wiese und die Erwachsenen ließen es sich bei Fassbier und stimmungsvoller Musik gut ergehen.

Als gegen 18.00 Uhr viele hilfreiche Hände aufgeräumt hatten, war ein sonniger und warmer Karnevalssonntag zu Ende und bei allen zufriedenen Teilnehmern eine Erkenntnis gewachsen: Der liebe Gott muss ein Herz für die Jecken haben.

Jörg Motz

Veedelszoch

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Ein Leserbrief

Ich bin Jahrgang 1932 und wurde 1947 von Pastor Steubing zusammen mit einer excellenten Gruppe von Mädchen und Jungen konfirmiert. Kurz nach dem Krieg waren die Zeiten noch schwierig. Fast hätten wir bei der Konfirmation in einer kalten Kirche gesessen, denn es waren keine Kohlen zum Heizen übrig geblieben. So gab uns Pastor Steubing den Tipp, dass jeden Tag am Eller Bahnhof lange Züge mit Reparationskohlen nach Frankreich anhielten, und da könnten vielleicht ein paar Brocken Kohle per Zufall runterfallen. Tatsächlich, ein paar von uns Jungen machten sich auf zum Bahnhof, und siehe da, unsere Feier fand in einer gut geheizten Kirche statt.
Seit 1961 lebe ich im schönen Pennsylvania/USA, liebe immer noch unsere deutsche Sprache und habe Eller und unsere liebe Kirche nie vergessen. So war es etwas ganz besonderes für mich, als wir 1998 zur Feier der Goldenen Konfirmation in der Schlosskirche eingeladen wurden. Es war ein wunderschönes Erlebnis.
Ich freue mich immer wenn „Evangelisch in Eller“ bei mir ankommt. Ich lese alles, von Seite 1 bis zu den Taufen. Immer bin ich sehr gespannt auf die Beiträge von Pastor Silbersiepe. Der Gemeindebrief aus Eller ist ein lieber Kontakt für mich mit meiner Heimatkirche und was dort vor sich geht.
Kurt Schwaller, „ne Eller Jong“