Ein feste Burg ist unser GottWillkommen beim Lutherischen Konvent im Rheinland |
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Die Landessynode 2012 der Evangelischen Kirche im Rheinland hat eine Verwaltungsreform auf den Weg gebracht, die gegen die z.T. erheblichen Bedenken der Mehrheit der Kirchenkreise eine Konzentration der Verwaltung auf Kirchenkreisebene durchsetzen will. Zwar wurde das ausnahmslose „Muß“ der Vorlage in eine Soll-Bestimmung abgemildert, die regionale Ausnahmen zuläßt. Unklar bleibt jedoch, welche „Pflichtaufgaben“ in Zukunft von der kreiskirchlichen Verwaltung und welche „Wahlaufgaben“ von den Gemeindebüros erledigt werden sollen. Vor allem aber verstößt die Zentralisierung der Verwaltung auf Kirchenkreisebene gegen die Kirchenordnung, nach der die Gemeinden und Presbyterien für die Verwaltung zuständig sind (Art.15 KO). Es ist deshalb zu hoffen, daß eine Klage beim kirchlichen Verwaltungsgericht die offensichtlich verfassungswidrige Reform zu Fall bringen wird.
1 E.Käsemann, Die Legitimität des Apostels, ZNW 1942,,33-71; Sonderausgabe 1956.
2 GS V, 458ff.
3 WADB 7,169
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Anschließend wählte der Konvent Pfarrer Thomas Berke, Mülheim/Mosel zum stellvertretenden Vorsitzenden. |
Vor einem Jahr hat in der Ev. Kirche im Rheinland eine heftige Diskussion über die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu Christi begonnen. Auslöser waren Radioandachten eines ehemaligen rheinischen Superintendenten, in denen bestritten wurde, dass Jesus zur Vergebung unserer Sünden am Kreuz gestorben ist.
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Buchtip zum Melanchthonjahr 2010
Am 19. April 2010 jährt sich der 450. Todestag des Reformators Philipp Melanchthon. Anlass genug, um auf dieses Büchlein des Ehrenvorsitzenden des Lutherischen Konventes im Rheinland, Superintendent i. R. Ernst Volk hinzuweisen. Volk gelingt es, auf 150 schmalen Seiten die Gestalt dieses wichtigsten Mitstreiters und Freundes Martin Luthers durch Erzählkunst und fundierte historische wie theologische Quellenkenntnis vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen. Er stellt Melanchthon als hochbegabten Altphilologen aus humanistischem Hause dar, der bereits mit 21 Jahren „blutjung“ Professor in Wittenberg wurde, dort auf Martin Luther stieß und zusammen mit ihm sein ganzes weiteres Leben für die Reformation der Kirche aus Gottes Wort arbeitete. Dabei tritt in der Darstellung Melanchthons Profil deutlich aus dem Schatten Luthers heraus. Volk stellt ihn uns in 10 griffigen Kapiteln vor als „gelehrten Humanisten und Bibeltheologen, Bekenner und Reformator, angefochtenen Diplomaten und getreuen Freund, Lehrer Deutschlands und mutigen Zeugen Jesu Christi“. Das Büchlein ist gewinnbringend zu lesen für jeden, der sich über Melanchthon informieren möchte.
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Das Vermächtnis der Reformation und Luthers Testament
Nachdem Werner Führer, Oberkirchenrat von Schaumburg-Lippe i.R. und ehemaliges Mitglied der EKD-Synode, im Jahr 2001 ein Buch über das Amt der Kirche vorgelegt hatte, ist jetzt sein Buch über die Schmalkaldischen Artikel erschienen. Es ist ein umfassendes Buch über diese letzte große Bekenntnisschrift der Lutherischen Kirche.
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Dominik Klenk (Hg.):
Gender Mainstreaming
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Martti Vaahtoranta: "Mission der Liebe"
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Walter Mostert, Jesus Christus – Anfänger und Vollender der Kirche. Eine evangelische Lehre von der Kirche, Zürich 2006, ed. J. Bauke-Ruegg, P. Koller, Ch. Möller, H. WeinachtEine Buchbesprechung von Robert Stratmann, Februar 2009Acht Jahre nach Erscheinen der Aufsatzsammlung Glaube und Hermeneutik mit bis dahin unveröffentlichten Arbeiten des am 4. März 1995 verstorbenen Zürcher Systematikers Walter Mostert, erschien vor drei Jahren – rechtzeitig zu seinem 70. Geburtstag (10. Juni 2006) – das Manuskript einer im Wintersemester 1993/94 gehaltenen Ekklesiologie-Vorlesung. Mit nicht nur akribischem, sondern auch eindeutig liebevollem Fleiß haben die Herausgeber das handschriftliche Manuskript durchgearbeitet und für die Veröffentlichung aufbereitet. Und es muss betont werden, dass Mosterts theologische Arbeit solche Beachtung auch verdient. Seine Stimme darf in der systematisch-theologischen Wissenschaft nicht ungehört verhallen. Die nun vorliegende Ekklesiologie ist der beste Beleg hierfür. Die systematisch-theologische GrundlegungFür die systematisch-theologische Grundlegung dieses Werkes geht Mostert bei seinem Lehrer Gerhard Ebeling in die Schule. Und so entfaltet er die Grundgedanken strikt aus relationalem Wirklichkeitsverständnis und dessen christologischer Orientierung: Religion ist Gottesverhältnis. Wird dieses in Kreuz und Auferstehung Jesu Christi hineingenommen, dann gelangt es zu existentieller Tiefe (insofern der, die Glaubende Gott Gott sein lassen und von ihm allein das Heil erhoffen kann) und zu kosmischer Weite (indem das Verhältnis des, der Glaubenden zum Mitmenschen, zur Welt, zu sich selbst ins Gottesverhältnis hineingezogen wird). So erscheint Jesus Christus in biblischem Sinn als reales, geschichtliches Für-Uns-Sein Gottes. Das ist seine historische Wirklichkeit. Und da der Glaube nach Schleiermachers Diktum das Existentialverhältnis zu Gott ist, legt sich von selbst das Verständnis Jesu als des Anfängers und Vollenders des Glaubens (Hebr. 12,2) nahe. Wenn nun Jesus Christus, sprich Gottes Erlösungswerk in Kreuz und Auferstehung Jesu Christi, der Grund der Kirche ist, dann ist Kirche in der Person Jesu Christi verwirklicht. Und von daher ist die Formulierung Anfänger und Vollender der Kirche zu verstehen.Der AufbauDiese Grundgedanken hält Mostert hartnäckig durch in den Paragraphen Kirche als religiöse Gemeinschaft; Jesus Christus – Anfänger und Vollender der Kirche; Die primären Erscheinungsformen der Kirche (notae ecclesiae); Zum Wort Kirche; Zur Unterscheidung sichtbarer und unsichtbarer Kirche; Credo ecclesiam – congregatio (communio) sanctorum; Die Attribute der Kirche: una, sancta, catholica, apostolica; Jesus Christus, der einzelne, die Gemeinschaft – Hinweise zur Erscheinung der Kirche.Der Gang der DarstellungIm II. Kapitel widmet sich Mostert den primären Institutionen der Kirche und umreißt so eine spezielle Ekklesiologie. Unter den Primärinstitutionen der Kirche versteht er Gottesdienst, Abendmahl, Predigt, Taufe und Gebet, denen er sakramentale Dignität zugesteht – durchaus auch der Predigt und dem Gebet. Mostert kann diesen ungewöhnlichen Weg in Anknüpfung an Luther gehen, der in seiner Programmschrift Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche ja Jesus Christus als Sakrament und Abendmahl, Taufe und hier noch die Buße als sakramentale Zeichen darstellt (erst in den Katechismen 9 Jahre später verschmilzt die Buße dergestalt mit der Taufe, dass nur noch von 2 Sakramenten die Rede sein kann).Mostert kann seine ungewöhnliche Sicht der sakramentalen Zeichen aus der Korrelation von Gott und Mensch herleiten: Gott teilt sich uns mit in der Predigt des Evangeliums von Jesus Christus, also im Zuspruch des Für-Uns-Seins Gottes, das wir im Abendmahl begehen. Wir antworten mit der Taufe als Eintritt in die Wirklichkeit des Seins Gottes und im Gebet als der menschlichen Antwort auf Gottes Anrede. Das Zentrum der DarstellungZum Zusammenhang des Abendmahls mit der Predigt führt Mostert aus, dass die Kirche mit der Feier des Abendmahls das Gegründetsein der Existenz allein im Wort von der Versöhnung – nichts anderes ist Glaube! – nicht überbietet, sondern unüberbietbar lebt, denn „Im Abendmahl wird das Ganze des Lebens in der Welt und vor Gott gesammelt, verdichtet in dem Empfang der Versöhnung durch den Sünder. In der Predigt nun wird dieser Kern des Evangeliums, der Empfang der Versöhnung durch den Sünder, ausdrücklich in den Gesamtzusammenhang des Lebens gestellt.“ So ergibt sich hier also das für alles Reden von Gott konstitutive Gegenüber des Wortes von der Rechtfertigung allein durch den Glauben zur menschlichen Erfahrung. Mostert erkennt hier – wie F. Gogarten und G. Ebeling – Luthers Unterscheidung von Gesetz und Evangelium wieder.Eine evangelische Lehre von der Kirche im ökumenischen GesprächMan kann es nur als ausgesprochen schade bezeichnen, wenn Mosterts Vorlesung das Schicksal sehr vieler Vorlesungen seiner meisten Kollegen ereilte und die Zeit während des Semesters zu knapp wurde, um sie zu Ende führen zu können. Die Paragraphen zur Taufe und zum Gebet fehlen leider. Dafür haben die Herausgeber dankenswerterweise zwei Taufpredigten aus den Jahren 1964 und 1988 angefügt, die wesentliches über Mosterts Taufverständnis verraten.Konsequentes Vernehmen der biblischen Botschaft, erlernt in der Schule reformatorischer Theologie, bewährt im Gespräch mit der Philosophie Martin Heideggers: So ließe sich Mosterts systematisch-theologisches Denken umreißen, und so begegnet es dem Leser auch in dieser Ekklesiologie: echt evangelisch, sodass man sich des evangelischen Kirchenbegriffs freuen kann. Man ist gerne „kirchliche Gemeinschaft“ und weiß zugleich, dass man Kirche im Vollsinn des Wortes ist: nichts anderes nämlich als die Gemeinschaft der gerechtfertigten Sünder. Darum kann dieses Werk einen Beitrag zum ökumenischen Gespräch über das Wesen der Kirche evangelischerseits leisten. Man kann es nur bedauern, dass es Mostert nicht vergönnt war, ein weiteres Semester über Ekklesiologie zu lesen, denn es wäre interessant, wie er die sekundären Institutionen der Kirche (diakonische, pädagogische, soziale Arbeit) und ihre soziologische Gestalt darlegen würde. Das Buch kostet 15,40 Euro. ISBN-10: 3-290-17375-5 ISBN-13: 978-3-290-17375-3 Pfr. Robert Stratmann, Ulm-Jungingen, Januar 2009
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Ernst Volk: Dr. Pommer
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"So kommt der Glaube aus der Predigt. Evangelische Predigt im Trierer Land."
Unter diesem Titel sind Predigten aus den letzten Amtsjahren des
Ehrenvorsitzenden des Lutherischen Konventes im Rheinland, Superintendent
i.R. Ernst Volk, in Buchform erschienen. Sie wurden in der Ev. Kirche
Mülheim (Mosel) als Gemeindepredigten sowie zu entsprechenden Anlässen auf
der Ebene des Kirchenkreises Trier gehalten. Auf diese Weise wird zu den
wichtigsten Stationen des Kirchenjahres je eine Predigt aus
unterschiedlichen Jahren geboten. Ernst Volk erweist sich in seinen
Predigten als fundierter Verkündiger der biblischen Botschaft in
Unterscheidung von Gesetz und Evangelium und ausgewiesenen Kenner der
Theologie Martin Luthers. Volk zeigt, dass es auch heute möglich ist,
biblisch-reformatorisch zu predigen. Seine Predigten erweisen sich als
gewinnbringend für alle, die biblisch-reformatorische Substanz in der
Predigt vermissen.
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