





Gemeindekonzeption der Ev. Kirchengemeinde Wuppertal-Sonnborn
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Die Evangelische Kirchengemeinde Wuppertal-Sonnborn gehört als Teil
des Kirchenkreises Elberfeld zur Rheinischen Landeskirche und damit zur
weltweiten Christenheit. Wir sind eine unierte Gemeinde mit reformierter
Tradition. Als eine der ältesten Gemeinden des Bergischen Landes
(Reformation 1539) versuchen wir bewusst Altes und Neues in Einklang zu
bringen. Das Evangelium lebensnah den Menschen weiterzugeben ist unser
Anliegen. Als Stadtrandgemeinde im Westen Wuppertals (derzeit knapp 4800
Gemeindemitglieder, zwei Pfarrstellen mit ca. 25 Angestellten und gut 250
ehrenamtlich Mitarbeitende) sind wir in den verschiedenen Quartieren unseres
weit auseinandergezogenen, soziologisch sehr unterschiedlichen Einzugsbereiches präsent.
Sichtbar durch unsere beiden Kirchen, die denkmalgeschützte Hauptkirche
mit nahegelegenem Gemeinde- und Jugendzentrum,
Verwaltung, Kindergarten, Friedhof, kleinem Gemeindehaus (Zooviertel) im
Südbezirk sowie die Markuskirche mit Gemeindehaus im Nordbezirk.
Die massiven gesellschaftlichen und innerkirchlichen Veränderungen
(Individualisierung, Vereinsamung, Traditionsabbrüche im religiösen und
kulturellen Bereich, Bildungskrise, Mitgliederrückgang u.v.m.) nehmen wir als
evangelische Gemeinde aufmerksam wahr und verstehen diese als Herausforderung
für unsere sich ebenfalls ständig verändernde Arbeit.
Über Ihre Rückmeldung freuen wir uns!
Das Presbyterium
1. Wir verstehen uns als offene, einladende, diakonische Ortsgemeinde
Wir verstärken unsere Gemeinschaftsangebote, um das
Evangelium von der befreienden und wegweisenden,
ermutigenden und tröstlichen Liebe Gottes spürbar werden
zu lassen: z.B. durch vielfältig gestaltete, lebendige, auch
musikalisch geprägte Gottesdienste, seelsorgliche Hilfestellungen,
Dorfcafé, Ferienangebote, Gruppen, ambulante Diakonie,
Besuchsdienst, Erwachsenenbildung.
2. Die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit ist ein
Schwerpunkt unserer Gemeindearbeit
In unserer Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen
vermitteln wir als Gemeinde christliche Werte und
Traditionen in der Nachfolge Jesu: einladend, kreativ,
lebensnah, freundlich und herausfordernd. Die vielfältigen
Aktivitäten in diesem Bereich werden ausgehend von
unserem Jugendzentrum miteinander und im Stadtteil
vernetzt. Wir sind ein verlässlicher Partner für Familien und
Kinder. Der Kindergarten ist unerlässlicher Bestandteil
unserer Gemeindearbeit.
3. Wir ermöglichen in der Seniorenarbeit
nach der Arbeits- und Familienphase einen
neuen Gemeindebezug
Kirche im mittleren Lebensalter bieten wir
für den Beginn der 3. Lebensphase verstärkt
Angebote zu neuem Kontakt mit der Gemeinde
an: z. B. durch Goldkonfirmation, Ferienprogramme, Seniorenferienzeiten, Männerkreis.
4. Die Kirchenmusik stärkt maßgeblich den Gemeindeaufbau
Der Kirchenmusik sprechen wir verkündigende, liturgische,
seelsorgerliche und pädagogische Aufgaben zu. Durch eine
vielfältige Kirchenmusik (Posaunen- und Gospelchor,
Flötengruppen) erreichen wir alle Altersgruppen, sprechen
auch kirchenferne Menschen an und bieten Möglichkeiten zur
aktiven Mitarbeit. Die bestehenden Chöre, Gruppen und ihre
Leiter und Leiterinnen werden in ihrer Arbeit unterstützt.
5. Wir sorgen für Transparenz unserer Arbeit
Kreative Öffentlichkeitsarbeit wird als Aufgabe in allen Gemeindebereichen wichtig genommen.
Wir sprechen Menschen persönlich an, freuen uns über ihr Interesse und würdigen ihre Begabungen,
die sie in unserer Gemeinde einbringen. Wir sind offen für Nachfragen und Ideen aktiver
Gemeindemitglieder. Durch zielgruppenorientierte Angebote sprechen wir auch kirchenferne Menschen an.
Die Gemeinde wird rechtzeitig vor wichtigen Entscheidungen an der Beratung beteiligt.
6. Das Presbyterium übernimmt verstärkt
die geistliche Leitung
Wir gestalten unsere Arbeit so, dass alle ihre
Begabungen einbringen können. Wir gehen
rücksichtsvoll und sinnvoll mit den vorhandenen menschlichen Ressourcen um.
Spirituell gestärkt durch das Evangelium
nehmen wir entscheidungsfreudig die
Leitungsaufgaben wahr. Wir reflektieren
jährlich die getane Arbei
7. Unsere Gemeinde wächst weiter zusammen - in ökumenischer Offenheit
Wir verstehen uns als eine Gemeinde. Nord- und Südbezirk bereichern die
gemeinsame Arbeit durch unterschiedliche Schwerpunktsetzung. Die
Zusammenarbeit mit den angrenzenden evangelischen Gemeinden und den
katholischen Nachbargemeinden St. Remigius und St. Bonifatius ist
selbstverständlicher Bestandteil unseres Gemeindelebens. Unsere
Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
nehmen wir in exemplarischen Projekten und Aktionen wahr
8. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen identifizieren sich mit unserer Gemeinde
Den kirchlichen Bedingungen angepasste Personalentwicklungsmaßnahmen
werden für die haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen unserer Gemeinde eingesetzt: Regelmäßige
Dienstbesprechungen, Mitarbeiterversammlungen, jährliche
verbindliche Mitarbeitergespräche. Fortbildungsangebote, guter
interner Informationsfluss, konstruktiver Umgang mit Kritik,
gemeinsame Feste und Feiern stärken die innere Bindung zur
Gemeinde und kennzeichnen unseren respektvollen Umgang auch
mit den ehrenamtlichen Engagierten. Ehrenamtliche Mitarbeit
erfährt besondere Wertschätzung, Unterstützung und Begleitung.
9. Die Strukturen unserer Gemeinde werden kontinuierlich überprüft
Wir sind Gemeinde für die Menschen in unserem Stadtteil. Die Gemeindestrukturen
müssen dem Rechnung tragen, indem wir vor Ort erreichbar
bleiben, andererseits flexibel gestaltet sein um eine sinnvolle
Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden z.B. im Bereich der Verwaltung
und der Jugendarbeit zu ermöglichen.
10. Unsere Gemeinde ist im Stadtteil präsent
Durch unsere Haupt- und Markuskirche, unser Gemeindezentrum
und unsere Gemeindehäuser am Lüntenbecker Weg und in der
Hindenburgstraße sind wir als evangelische Gemeinde in
Sonnborn mit seinen weit auseinandergezogenen unterschiedlichen
Quartieren deutlich erkennbar. Diese Präsenz suchen
wir durch sorgfältiges und einfallsreiches Haushaltertum
abzusichern. Wir befürworten die Residenzpflicht unserer
Pfarrer und Pfarrerinnen.